…sie nannten ihn „Mücke“…

"Nächste Woche gegen Halfing werden wir diese Niederlage vergessen lassen!" das war das Fazit des Spiels vom Vorwochenende und unsere AH hielt Wort. Wer glaubte, dass sich Halfing so wie das Jahr zuvor einfach abschlachten ließe, dem gingen schon vor dem Anpfiff die Augen auf.

Der Gegner war mit einer ganz anderen Aufstellung angereist als früher und gab auch offen zu, dass sie aufgerüstet hätten, um nicht wieder unter die Räder zu gelangen.

Rimsting konnte trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle ein starkes Team auf den Rasen am Chiemseeufer schicken. Späth im Tor; Balmacz, Hampi, Hutty, Kini, Richard in der Abwehr; Michael, Tommy, Tom Scholz, Charly, Mundel und KD Meyer im Mittelfeld und Wirbelwind M. Mayer als einziger Stürmer.

Die ersten Minuten gehörten dem Gegner – clever ließ er den Ball laufen. Rimsting spielte zunächst abwartend defensiv. Alex ordnete seine Abwehr und unser Mittelfeld half die Angriffe abzuwehren. Minute um Minute verging ohne dass sich eine zwingende Torchance auf der einen oder anderen Seite ergeben hätte, doch die Zuschauer konnten sehen, dass sich die disziplinierte Spielweise Rimstings langsam aber sicher auszahlte. Zwar waren die Spielanteile immer noch ausgeglichen, aber die gefährlicheren Ansätze kamen nun von der Heimmannschaft. Halfings Aktionen wurden immer schneller und konsequenter unterbunden. Markus konnte sich mehr und mehr in Szene setzen, dennoch stand es auch Mitte der ersten Halbzeit 0:0 und die Torhüter hatten bislang einen ruhigen Abend – doch dann nahm sich ein Mann ein Herz – "sie nannten ihn Mücke" so heißt ein Bud Spencer Footballfilm, in dem dieser den Gegner niederwalzt – Rimstings Mücke heißt Rupp! Hampi schnappte sich den Ball in der eigenen Hälfte, brach durch das Mittelfeld, überlief Halfings Abwehr und schob die Kugel aus 7 m ins rechte Toreck zum Führungstreffer. Unser Verteidiger belohnte sich quasi schon in der ersten Halbzeit für seine beste Saisonleistung, die er in diesem Spiel ablieferte.

Halfing war nicht geschockt. Einige Minuten später bekamen sie vom stark leitenden Schiri Hager einen Freistoß ca. 20 m vor dem Tor zugesprochen. Der gegnerische Freistoßspezialist trat an und zirkelte das Leder in den rechten oberen Winkel unseres Kastens. Fast wäre er kurz darauf bei einem weiteren Freistoß erneut erfolgreich gewesen, doch da half uns die Latte. 1:1, das weckte unser Team wieder auf. Charly und Kini, K-D und die beiden Thomas kurbelten im Mittelfeld nun wieder heftiger und brachten den Ball nach Vorne. Eine Großchance hatte Markus, als ihn ein feiner Pass von Alex über 40m erreichte, doch leider traf er den Ball nicht sehr gut. Dafür spielte er kurz darauf zunächst den über links lossprintenden Tom Scholz und dann Charly ausgezeichnet frei. Charly nutzte seine Chance souverän zockte den gegnerischen Torwart aus und sandte zum 2:1 ein. Auf dieses Tor musste seine ganze Familie, die er als Unterstützung mitgebracht hatte sehr lange warten, dafür war es nun umso schöner. Halbzeit.

Zur zweiten Halbzeit liefen nun Richard und Michael mit ein. Richard machte ein ganz starkes Spiel in der Verteidigung und Schleicher – Schleicher hat den falschen Namen, er setzte einige Ausrufezeichen durch unwiderstehliche Sprints, bei denen ihm nur Markus teilweise folgen konnte. Einen dieser überfallartigen Angriffe leitete Scholz durch ein gutes Zuspiel auf Michi ein, Markus bot sich an, bekam den Ball und spielte sofort den Steilpass erneut auf Michi. Niemand konnte nun Rimstings „Armin Harry“ folgen und am Ende des Platzes stand das Tor Halfings. Den Torwart getunnelt und das 3:1 erzielt, das war der krönende Schlusspunkt eines perfekten Angriffs.

Nun jedoch baute Rimsting ab. Halfing drückte mit Mann und Maus auf den Anschlusstreffer und Chris Späth musste einige seiner tollen Reaktionen zeigen, um uns in Führung zu halten. Hutti und Richard mussten Schwerarbeit leisten und T. Feichtner, KD Meyer mussten ebenso wie Raimund, Chris und Tom den Rest des Spiels hinten mit rackern. Der Faden war gerissen und die Rimstinger Fans schauten immer wieder auf die Uhr, doch die Zeit lief nur sehr langsam ab.

Die Abwehrschlacht gegen Halfing hatte begonnen. Das zweite Tor Halfings fiel kurz vor Schluss der Partie und war zweifellos auch verdient. Aber unsere Reihen hielten dann doch und Rimsting ging nach einer starken Leistung zu Recht als Sieger vom Platz.


…zwei Konter und ein Wespenstich…

Späth, Balmacz, Schmelz, Rupp, König, Vielberth, Schuster, Schleicher, Summerer, Mayer M., Feichtner, Scholz und Hutt – ein starkes Team. Doch schon zu Beginn kündigte sich an, was am Ende dann wahr wurde, das Schicksal war gegen uns.

Hutty sollte von Anfang an mitwirken, nachdem er lange Zeit nicht greifbar war. Doch wer sein Handwerkszeug nicht regelmäßig einsetzt, darf sich nicht wundern, wenn es anderweitig genutzt wird. Eine Wespe hatte sich den Schuh unseres Spielers als Wohnung auserkoren und stach zu, als sie Huttys Fuß kommen sah.

Genau so lief es im Spiel. Die übermächtige Elf des TSV Rimsting brachte den TSV Bernau auch in heftigste Bedrängnis, doch gerade ein in die Ecke gedrängter Gegner ist extrem gefährlich, wenn man ihn nicht schnell zerquetscht.

V. a. in der ersten Halbzeit machten wir eines unserer stärksten Spiele. Der Ball lief sauber durch die Reihen und unser Gegner verteidigte mit Mann und Maus. Das machte er aber sehr gut. Ein starker gegnerischer Torwart verhinderte Chancen im Minutentakt. Scholz, Schleicher, Mayer, Summerer und König hatten unglaubliche Torchancen und die Zuschauer jubelten ein ums andere Mal, jedoch immer zu früh. Es gelang kein Tor. Dann kam der Gegner endlich kurz vor der Halbzeit in die Nähe des vom guten Späth gehüteten Tores und schlug aus 20m in halbrechter Position eine Bogenlampe auf unseren Kasten, die sich unhaltbar ins Toreck senkte. Was Rimsting 40 Minuten versuchte gelang Bernau beim ersten Mal.

0:1 zur Halbzeit. Kurz nach Wiederanpfiff benötigten wir eine kurze Phase der Orientierung, die Bernau zu einem Konter nutzte, den wir erst im Strafraum mit nicht korrekten Mitteln bremsen konnten. Der gut pfeifende Schiri Gottwald entschied auf Elfmeter. 0:2.

Dann rollten unsere Angriffe wieder Richtung Bernauer Tor. Aber leider nur bis zum Fünfmeterraum, dort war immer wieder Schluss. Und dazu passt es auch, dass wir einen Elfer zugesprochen bekamen, den unser Schütze in den Rimstinger Abendhimmel jagte.

Das Ehrentor gelang dann Sumsum aus 3 Metern nachdem ihm Chris König einen Freistoß auf den Fuß gelegt hatte.

Es ist zum Mäusemelken, Fußball können unsere AH-Jungs wirklich spielen, kaum ein Gegner kann da mithalten, aber den Ball zwischen den Stangen an denen ein Netz hängt durchzuschieben, das ist kaum einem gegeben. Markus verzaubert den Gegner wie Ribery, dennoch geht uns ein Mann neben ihm ab, der einfach riecht, wo unser Pass hinkommen wird und dann den Schädel oder Haxn hinhält.

In Schönheit gestorben. Gut gespielt haben alle, stärkster Mann war unser souveräner und schlagsicherer Libero Balmacz. Nächste Woche gegen Halfing werden wir diese Niederlage vergessen lassen!


Oktoberfestturnier beim ESV München

…Schleicher packt den Hammer aus und dann „mayert“ es in München …

Wie jedes Jahr zur Oktoberfestzeit machte sich die AH per Eisenbahn nach München auf, um dort zunächst der schönsten Nebensache der Welt nachzugehen und danach den erwarteten Flüssigkeitsverlust wieder rückgängig zu machen. Dank an Ch. Späth für die erstklassige Organisation.

Drei jungendliche Hobbykicker aus dem Bekanntenkreis von Richard Gottwald unterstützen uns und lieferten sehr ordentliche spielerische Leistungen ab. Als Fans und Betreuer hatten wir die angeschlagenen Chris Mayer und Walter Hinterbrandner engagiert.

In unserem ersten Spiel des Turniers (jeweils 2 x 25 Minuten Spielzeit) losten wir als Gegner die AH des FC Buchloe. Als Titelverteidiger angereist, wollten wir uns nicht schon im ersten Spiel die Butter vom Brot nehmen lassen und ergriffen sofort die Initiative. Einige tolle Chancen wurden herausgespielt und leider alle vergeben. Nach ca. 15 Minuten schnappte sich dann endlich unser Kraftpaket M. Schleicher den Ball auf der rechten Seite, trieb ihn bis ca. 20 m vor das Tor und hämmerte ihn dann dermaßen ins Netz, dass man um dieses Netz Angst haben musste. Der Bann schien gebrochen, doch fast im Gegenzug konnte Buchloe den Ausgleich erzielen. Nun nahmen endlich unsere beiden Stürmer Fahrt auf, Mayer M. und Werner Müller, der quasi auf Probe bei uns spielte und diesen Test auch ausgezeichnet meisterte, obwohl er die Nacht zuvor schwer gefeiert hatte.

Es sollte der Tag des Markus Mayer werden. Er schoss uns wieder in Führung und kurz darauf schob sein Pendant Werner einen Abpraller zum 3:1 ein, den Sumsum durch einen Freistoßknaller erzwungen hatte. Hinten organisierte Alex seine Abwehr mit König, Busch und Hampi bombensicher. Einen schönen Alleingang schloss Sumsum zum 5:1 ab. Das zweite Gegentor war nur ein Schönheitsfehler. Markus erzielte kurz hintereinander seinen  zweiten und dritten Treffer, wobei einmal ein Gegner stark Beihilfe leistete. Den Endstand zum 7:2 erzwang Hampi, der praktisch mit Ball, Verteidiger und Torwart ins Tor rutschte.

Damit standen wir im Endspiel gegen ein recht junges Team der König-Ludwig-Kicker.

Im Mittelfeld mussten nun Charly, Raimund und Nico noch einmal schwer schuften. Ch. Späth durfte sich gegen die schnellen gegnerischen Stürmer mehrmals auszeichnen.

Doch von Anfang an: Der Gegner spielte mit einer ganz einfachen Taktik: Kick and Rush. Sie hatten einen überragenden 10er auf dem Platz und einen schnellen, extrem giftigen Mittelstürmer. Der Rest der Mannschaft verteidigte. Dieses System machte uns zunächst kaum Probleme, Sumsum nahm den 10er durch konsequente Manndeckung aus dem Spiel und Charly und Raimund übernahmen zum Teil dafür die Spielmacherrolle.

Schnell gingen wir 1:0 in Führung. Markus hatte mal wieder seine Abwehrspieler vernascht und seinen vierten Turniertreffer erzielt. Dann kam der ganz große Auftritt des Flankenwunders aus Warmensteinach im Fichtelgebirge. Nico, der schon das ganze Turnier über durch tolle Flügelläufe auffiel, erhielt den Ball und überlief auf der rechten Seite alle Gegenspieler, packte auf Höhe der Eckfahne eine Bananenflanke a la Manni Kaltz aus und der Ball senke sich im hinteren 16er auf unser „Kopfballungeheuer“ W. Müller. Der Kopfstoß gegen die Laufrichtung des Torwarts war unhaltbar. Wir hatten nun das Spiel für kurze Zeit perfekt im Griff. Jedoch erzielte der Gegner durch unsere Überheblichkeit den Anschlusstreffer. Als dann der Schiri bei einem Gestocher in unserem Strafraum ein elfmeterwürdiges Foul entdeckte – niemand ging zu Boden, keiner wusste, was der Schiri da pfiff – stand es plötzlich 2:2.

Nun kamen wir ins Schwimmen und es bestand die Gefahr, dass wir den Sieg verschenken würden. Daraufhin packten Charly und T. Busch die Samthandschuhe ein und fuhren härtere Geschütze auf. Zwei oder drei Fouls und schon diskutierte und schimpfte der Gegner mit uns und dem Schiri. Das war das Ziel. Michi konnte die Unaufmerksamkeit nutzen und rechts durchbrechen. Ein scharfer Ball in den Strafraum und wieder war es Markus der den Ball zum 3:2 eindrückte. Dann trieb Raimund den Ball schnell durch das Mittelfeld, setzte wunderschön Busch ein und der durfte aus 16m den letzten Treffer des Turniers erzielen.

4:2 gewonnen im Endspiel von München – das feierten wir auf der Wiesn dann auch ausgiebig.


Freitag, 18.09.2009, 19.30 Uhr: TuS Prien - TSV Rimsting 4:3

…Rimstings AH-Haufen…

Ein Haufen voller guter Einzelspieler gegen eine eingespielte Mannschaft. Bis auf den einzigen Spieler Spieker war Prien im Vergleich 1:1 eigentlich völlig unterlegen gegen die immer wieder neu zusammengewürfelte Meute aus Rimsting.

Nach langem Zusammensuchen der Mitspieler war es Rimsting gelungen, genügend Personen aufzutreiben, die sich an diesem wunderschönen Freitagabend die Zeit etwas mit einem Spiel vertreiben wollten, das man Fußball nennt

Während die AH des TUS Prien schon die ganze Woche über auf dieses Derby brannte, dachte man in Rimsting mehr an den Oktoberfestbesuch eine Woche später, als an das nächste Spiel. So passt es dann auch ins Bild, dass der Rimstinger Fußballhaufen auf dem Platz stand und beginnen wollte, der etatmäßige Torwart jedoch einfach nicht auftauchte.

Da wir aber bei jedem Spiel mit lustigen Überraschungen rechnen dürfen und sowieso nie klar ist, ob und wer gerade mal mitmachen will (die 5 bis 6 Männer ausgenommen, die fast immer da sind), diente das auch nur der Erheiterung und nachdem in einer Demokratie jeder zu seiner Meinung befragt wird, fragte der Betreuer einfach mal in die Runde, ob schon jemand Torwarterfahrung hat oder auch nur „Bock darauf“ diese Position einzunehmen. Da das nicht der Fall war, stellte sich Betreuer Busch selbst in die Kiste – das war nun die letzte Position, die er in seiner 38jährigen Fußballerlaufbahn noch nie inne hatte – damit ist alles abgehakt.

Das Spiel begann und unsere Mannschaft rannte nach vorne – Prien hatte alle Hände voll zu tun, die ersten beiden Angriffe abzuwehren. Aber die Priener waren eingespielt, jeder tat, was er konnte, wenn es vom fußballerischen her auch nur Handwerk war. Sie wehrten ab und wehrten ab – kamen einmal mit 2 Mann in den Rimstinger Strafraum – Schuss, zur Seite abgewehrt, Flanke zum Elferer, Kopfball, 1:0 für Prien. Einfach, banal, erfolgreich.

Und wieder nahmen unsere technisch starken Einzelspieler das Heft in die Hand. Es war schön anzusehen, wie sie die Priener ausspielten, das Problem war nur, immer bekamen die Priener Spieler vor dem letzten finalen Pass oder Schuss doch das Bein dazwischen und die ganze schöne Vorstellung, die man vorher bewundern konnte, war für die Katz. Es war klar zu sehen, dass Gernot, Scholz T., Sumsum, Weiss, Mayer M., HP dem Gegner technisch weit überlegen waren. Mayer C., Feichtner T., Nico waren viel zu schnell für ihre Gegner. Hampi, Bernd, Guggi, Pilz hatten ihre Gegenspieler locker im Griff – aber, aber…Rimsting spielte nicht wie ein Team, Rimstings Spieler gingen ihrem Freitagsabendzeitvertreib nach.

Ein zweiter Angriff der Priener wurde über unsere linke Seite vorgetragen bis in den Sechzehner – doch was war das, einer unserer Spieler, der rechts offensiv eingeteilt war, tauchte nun links defensiv auf – ok, das ist Laufbereitschaft! – aber leider hat ein Stürmer nicht immer die richtigen Mittel parat um zu verteidigen – na, dann kommt die Grätsche heraus – Elfmeter, 2:0 für Prien. Fast im Gegenzug wurde auch einer unserer Stürmer gefoult und Sumsum erzielte per Strafstoss den Anschlusstreffer.

In der Halbzeit versuchten wir irgendwie die Einzelspieler umzugruppieren, um ein Team zu formen. Der Betreuer hat leider keine Ahnung von Spieltaktik und ließ sich von den Führungsspielern beraten.
Die zweite Halbzeit begann wie die ersten 40 Minuten, wir griffen an, Prien konterte und weil sie selbst kein Tor erzielten, half diesmal einer unserer Verteidiger und erzielte das 3:1 für Prien.

Nachdem Bernd nach seinem Eigentor so frustriert war, ging er zur Strafe freiwillig ins Tor – und machte seine Sache gut - und Busch durfte noch 25 Minuten mitlaufen – was zunächst als gute Maßnahme erschien. Wir packten noch einmal an und durch zwei feine Einzelleistungen von Gernot stellten wir tatsächlich den 3:3 Ausgleich her.

Doch 2 Minuten vor Schluss hatte Betreuer Busch bei einem hektischen Abschlag – man wollte ja noch gewinnen – einen Blackout, spielte den Ball einem Priener in die Beine, Pass zum Mittelstürmer und der traf den Ball 20 m vor unserem Tor so gewaltig und exzellent, dass kein Torwart den ins rechte Toreck sausenden Ball hätte halten können.

Das war’s, das Derby sah einen Sieger, der durch Disziplin einen technisch besseren Gegner im Griff behielt.


28.07.2009: TSV Rimsting – TSV Bad Endorf 1:4

…Ladehemmung…

Hoch motiviert erwarteten wir den Nachbarverein Bad Endorf auf unserem heimischen Westernacher Traumplatz. In den drei letzten Jahren waren wir in diesem Derby immer als Looser vom Platz gegangen. Auch diesmal wussten wir, wir hatten nur eine Chance mit einer disziplinierten, eher abwartenden Spielweise.

Trotz unserer vielen Spielerausfälle konnten wir ein siegfähiges Team aufbieten. Dass Bad Endorf seine Stärken im Mittelfeld haben würde und wir nur eine Chance gegen diese Team haben könnten, wenn es uns gelänge, ihren Spielmacher Weiß und einen weiteren Techniker (dunkle, lichte Haare) in den Griff zu bekommen, war uns klar. V. a. Weiß würden wir nicht ganz aus dem Spiel nehmen können, doch mit einer Manndeckung für diesen Spieler, hofften wir seine Kreise einzuengen. Thomas Scholz übernahm diesen Part für die erste Hälfte und danach wechselten sich Charly und Michi darin ab, ihn zu beschatten.

Das Spiel begann unsererseits mit einem sehr konzentrierten Auftreten. Jeder spielte außergewöhnlich diszipliniert und speziell unser Charly spielte sein Programm extrem fair und ohne irgendwelche Kommentare herunter. Er machte ein starkes Spiel – geht doch!

Rimsting war das Team der ersten 35 Minuten. König dirigierte mit klaren Anweisungen seine Abwehr und wenn tatsächlich mal ein langer Ball über die Köpfe von Gernot, Richard und Th. Busch in Richtung eigenes Tor flog, spielte Chris Späth toll mit und lief einen um den anderen Ball ab.

Im Mittelfeld konnten wir tatsächlich oftmals über mehrere Stationen kombinieren. SumSum, Ch. Mayer und Michi Schleicher operierten etwas offensiver, Thomas Scholz und Charly hatten ihre Gegner gut im Griff. Vorne boten sich Michi Pilz und M. Mayer gut an und schufen die Räume für offensive Aktionen.

Rimsting hatte einige gute Chancen, doch egal, wer es probierte – SumSum, Th. Scholz, M. Mayer, C. Mayer…das Tor war und ist nicht groß genug, um nicht doch weit darüber oder daneben schießen zu können. Und wenn dann tatsächlich ein Ball auf das Tor kam, war er nicht platziert genug und der gegnerische Torwart hatte keine großen Mühen damit.

Und es kam, wie es kommen musste – kurz vor der Halbzeit trug Bad Endorf den Ball schulmäßig über unsere rechte Abwehrseite bis an die Torauslinie, spielte an den Elfmeterpunkt zurück, wo ein freier Gegner stand und den ersten Sargnagel dieses Spiels für die Rimstinger AH einschlug.

0:1 zur Halbzeit, obwohl wir die längere Zeit in Ballbesitz waren und mehr Chancen erspielten.

Nach der Halbzeit konnten wir erneut das Spielgeschehen diktieren – und jetzt kommt es wieder, wie bei einer Gebetsmühle – 5 m, 10 m, ja sogar 15 m, wir schafften es immer die Kugel über das Tor zu knallen. Dann kam ein geschickter Bad Endorfer Konter und der Deckel des Sarges war schon recht gut befestigt.

Das 3:0 war ein freches Stück von Weiß, er spielte im Strafraum mit der Hacke den Ball durch Buschs Beine und der dahinterstehende Endorfer knallte ihn in den rechten oberen Winkel – beim nächsten Spiel lasse ich mir das nicht mehr gefallen! Das 4:0 schoss Weiß dann selbst.

Und jetzt, als der Gegner quasi schon zum Leichenschmaus aufbrach, konnten wir endlich eine Kiste machen. Über rechts Schleicher zu SumSum und der traf aus spitzem Winkel zum Endstand von 1:4.

Fair, konzentriert und über weite Strecken gut gespielt und dennoch verloren. Dieter Hager hatte mit dem Spiel keine Probleme, aber wir müssen jetzt endlich einen torgefährlichen Stürmer „schnitzen“.

Der alte Huber kommt nicht auf die Beine, daher werden wir nun in jedem Training das Toreschießen üben. In Schönheit untergehen ist genauso besch… wie nur dabei sein. Der Sieg ist das Ziel!


24.07.2009: TSV Rimsting –  TSV Neubeuern 4:3

…niedergerungen…

In den letzten Jahren war uns gegen Neubeuern kein Sieg mehr gelungen. Und auch in diesem Jahr spielte das Team des Gegners einen abgeklärten Fußball und zeigte sofort, dass es nicht gewillt war, sich schlagen zu lassen.

Das Spiel war noch keine 5 Minuten alt, als die sauber kombinierenden Neubeurer einen Angriff durch das zentrale Mittelfeld fuhren. Ein Spieler des Gegners wurde nicht konsequent gestört, da er sich doch noch ca. 25 m vor dem Rimstinger Tor befand. Er kam relativ frei zum Schuss und jagte das Leder in den rechten oberen Torwinkel. Etwa überraschend führte nun unser Gegner und wir rannten dem Tor hinterher.

Neubeuern war uns in der Spielaufteilung überlegen, aber durch unsere Kampf- und Laufstärke konnten wir das Spielgeschehen in des Gegners Hälfte verlagern. Doch wie immer, wir trafen und trafen den gegnerischen Kasten einfach nicht. Und Neubeuren konnte immer wieder gefährlich kontern, so dass unsere Abwehr doch gut zu tun hatte, zumal wir im Mittelfeld eher den Ausgleich suchten, als nach hinten Stabilität zu gewährleisten.

Busch gelang endlich mit einem einfachen Innenristschieber ins rechte Toreck aus 18m das 1:1. Kaum war dies passiert, startete Neubeuern einen schönen Gegenzug und stellte den alten Abstand wieder her. 1:2 zur Halbzeit.
Dass nicht alles gut lief, zeigten harte Diskussionen in der Pause und wenn schon einmal unser ruhiger Michi Schleicher laut wird, dann zeigt das die schwierige Lage, in der wir uns befanden.

Nach der Halbzeit rissen wir uns zusammen, liefen und kämpften zielorientierter und das 2:2 erzielte Tommy Feichtner mit einem tollen Kopfball nach einer schönen Kombination zwischen den Mittelfeldspielern über die rechte Seite. Doch wie schon beim 1:1 reichte Neubeuern ein schneller Angriff, mit dem sie uns überraschten, um wieder in Führung zu gehen. Aber dann war die Luft beim Gegner raus und sie standen in der eigenen Hälfte, um mit Mann und Maus die Führung über die Zeit zu retten. Unser schneller Ausgleich wurde nicht anerkannt und so brauchten wir eine schöne Einzelaktion unseres neuen Mitspielers G. Rochholz, der drei Gegner austanzte und den Ball ins Netz schob. Damit gaben wir uns nicht zufrieden und drängten immer stärker. Die Folge war endlich in Foul an unserem M. Pilz im Strafraum. Den fälligen Elfer netzte Alex zum 4:3 Sieg ein.

Wie bissig umkämpft das Spiel war, zeigte eine Seltenheit bei einem AH Spiel – unser Agressiv-Leader und in diesem Spiel als Spielmacher aktive Charly und ein Mittelfeldspieler des Gegners nahmen das Kämpfen so ernst, dass sie fast den Klitschkos die Schau hätten stehlen können. Der konsequent leitende Unparteiische D. Hager blieb seiner Linie treu und tat das Richtige, um das Spiel sauber zu Ende bringen zu können  - er schickte beide zum Abkühlen vorzeitig in die Dusche.

Hart gekämpft und gewonnen, das ist das, was zählt!


17.07.2009: SV Söllhuben - TSV Rimsting 0:5

…etwas zum Genießen…

Nachdem es beim Spielort zu einem Missverständnis gekommen war – wir warteten auf dem Rimstinger Sportgelände, der Gegner lief sich in Söllhuben warm – und wir dann kurz entschlossen unsere sieben Sachen packten und hinauf fuhren, konnte es etwas verspätet los gehen.

Die ganze Woche über wurde der Betreuer von krankheitsbedingten Absagen überschüttet. Bei der Rimstinger AH sind mehr Spieler verletzt, als ein normales AH-Team überhaupt an Fußballern aufbieten kann. Mit den letzten 11 Mohikanern starteten wir das Projekt „Sieg gegen Söllhuben“. Unser zuverlässiger Keeper war an Bord. Ebenso Universalkünstler König, der diesmal wieder den Liberoposten übernahm. Walter lief auf, obwohl er nicht ganz fit war. Den zweiten Manndecker gab unser Neuzugang Gernot Buchholz aus Hersbruck. Im Mittelfeld Dirigent Summerer, Rackerer Schuster, Kraftpaket Schleicher, Flitzer Mayer C. und der Oberpfälzer Busch. Der Sturm, den wir in Söllhuben auflaufen ließen, war eine Mischung aus jugendlicher Energie – Stefan Gasbichler – und enormer Erfahrung – Hans Gasbichler, die Gasbichler Connection. Sogar eine kleine Fangruppe, angeführt von Schiri Hager, der dieses Mal als Spielbeobachter seinen Dienst tat, ergänzt durch Ufo (Unfallopfer) Vielberth, Gazais Tochter und deren Sohn plus Späth Junior war dabei und wollte sich v. a. den Auftritt der lebenden Rimstinger Fußballlegende H. Gasbichler nicht entgehen lassen.

11 Rimstinger ohne Ersatz gegen 11 Söllhubener mit 3 Auswechselspielern zum fliegenden Tausch.
Den ersten Angriff ließen wir den Söllhubenern – und dann legten wir los.

Ab der zweiten Minute war unseren Fans klar, hier kann nur eine Mannschaft den Sieg nach Hause tragen und das war die Rimstinger AH. Sumsum und sein Mittelfeld drängte den Gegner quasi in den letzten Verteidigungsring und das über die gesamte erste Halbzeit. Unsere Verteidiger – v. a. der quicklebendige Gernot – schalteten sich mit nach Vorne ein. Der Druck, den wir aufbauten wurde von Minute zu Minute größer. Söllhuben gelang es nicht mehr den Ball kontrolliert aus der eigenen Hälfte zu bringen. Angriff auf Angriff lief in Richtung Söllhubener Tor. Lattenknaller von Schleicher, Pfostentreffer von Busch, knapp drüber durch Summerer, vorbei durch Rochholz, ebenso durch die Gasbichlers… wo ist ein Knipser?!?

Endlich gelang es Busch mit einem scharfen Fernschuss, der vor dem Torwart noch glücklich aufsetzte, den Torreigen zu eröffnen. Kurz darauf luchste S. Gasbichler dem Libero den Ball ab und hatte kein Problem, das Leder am herausstürzenden Torwart ins lange Eck zu schlenzen. Einen von Gernot hereingebrachten Freistoss verlängerte Schleicher in Uwe Seeler Manier mit dem Hinterkopf zum 3:0. Halbzeit.

Nach der Halbzeit nahmen wir das Spiel dann etwas lockerer. Walter, der immer dort war, wo es im wahrsten Sinne des Wortes krachte und der bei jedem Zweikampf irgendwie immer etwas auf die Socken bekam – er kann nicht anders, als sich immer voll reinzuhauen ohne Rücksicht auf sich selbst – Walter steckten wir in den Sturm, um ihn zu schonen – aber dem gelingt es auch in der Spitze Schmerzen zu erleiden. Sumsum wollte mal Libero spielen und schickte König in Gedenken an das Spiel vor zwei Jahren, in dem Chris drei Tore gelangen, in den Angriff. Gernot und Charly, genau wie Chris Mayer wollten unbedingt unserer Legende ein Tor auflegen – und Chancen dazu hatte Gazei. Er kam zu zwei oder drei tollen Kopfbällen, aber im Gegensatz zu früher, setzte er die Dinger alle etwas zu hoch an (Dienstag ist Training Hans!).

Das 4:0 erzielte wieder Stefan durch ein schönes Dribbling bis in den Strafraum, wo er erneut den Ball am Torwart vorbei in den langen Winkel schob. 2 Tore durch Stefan, das kann ich auch wird sich Michi gedacht haben, als er einen Eckball scharf vors Tor drehte und – zugegeben, der Torwart machte eine etwas unglückliche Figur – die Ecke direkt verwandelte.

5:0 Sieg für Rimsting. Das was in der ersten Halbzeit abgeliefert wurde, war erste Sahne. Allerdings muss man zugeben, dass die Söllhubener Elf nicht das Maß sein kann, an dem wir uns ausrichten wollen. Sie waren nicht in der Lage v. a. auf läuferischem Gebiet, uns auch nur etwas Paroli bieten zu können. Chris Späth konnte sogar ein, zwei Hechtsprünge anbringen, die unseren Zuschauern bestimmt toll gefielen. Ansonsten hat er einen relativ ruhigen Abend in Söllhuben verbracht.

Mit unserem nächsten Gegner, dem TSV Neubeuern, besucht uns am kommenden Freitag ein anderes Fußballkaliber.


03.07.2009: TSV Rimsting – FV Oberaudorf 3:0

…Miteinander…

Dieses Mal stellte sich in der Schafwaschener Kampfbahn ein völlig unbekannter Gegner vor. Von Oberaudorf wussten wir nur, dass dies der Heimatverein der Schweinsteiger-Brüder ist und daher vermuteten wir in diesem Team einen starken Widersacher.

Unsere Mannschaft wurde kurz vor Spielbeginn noch durch zwei Spieler verstärkt – Max Ziegmann und Stefan Gasbichler wollten ihre Kampfkraft mit ins Spiel werfen, um den Ausfall einiger starker Mitspieler zu kompensieren. Wie nun schon fast üblich, mussten wir unsere Aufstellung wieder völlig umwerfen. Späth im Tor war klar, Balmacz Verteidigung ebenso. Doch H.P. Jakobi und Stefan Hutt als Manndecker war ungewohnt. Walter Hinterbrandner defensiv war wieder erwartet worden. Im Mittelfeld war neu Mayer Christian. Max Ziegmann, Schuster, Busch, Feichtner, Rupp und Vielberth spielten einen gewohnten Part. Der Sturm war völlig verändert – Stefan Gasbichler und unsere Allzweckwaffe Christian König. An dieser Stelle ein Dank und Lob an König. Er muss immer da spielen, wo Not am Mann ist – vom Libero über Manndecker, Spielgestalter bis hin zum Sturmführer und diese Umstellung Spiel für Spiel.

Oberaudorf war ebenfalls mit 14 Spielern angetreten. Nach kurzer Zeit des Abtastens nahm der TSV Rimsting das Heft in die Hand. Wir merkten, auch hier steht uns eine Truppe gegenüber, die wir mit konzentrierter Arbeit niederringen könnten. Und so starteten wir Angriff auf Angriff. Dieses Mal zügelte jeder sein Temperament. Aus der Abwehr kamen klare Ansagen und diese wurden befolgt. Im Mittelfeld kam es selten zu Fehlpässen, Ballannahme – Überblick verschaffen – Abspiel. Es lief gut. Raimund V. und Chris Mayer erwischten einen ganz starken Tag. Tommy Feichtner gab zumindest 60 Minuten lang enorm Gas. Alex und seine Verteidiger H.P., Stefan und Walter meldeten ihre Gegner solange völlig ab, bis entschieden war, wer den Sieg nach Hause tragen würde, dann ließen sie einige Chancen zu, aber die vereitelte unser stärkster Spieler C. Späth mit tollen Reaktionen. Charly und Max erkämpften sich im Mittelfeld die meisten Bälle. Markus spielte seinen Antritt aus und kam einige Male brandgefährlich vors Tor. Und unser neu zusammengestellter Sturm Kini und Gasei wirbelte die gegnerische Verteidigung durcheinander.

Das erste Tor konnte Feichtner von rechts kommend erzielen, der ein schönes Anspiel von Stefan G. aus dem rechten Halbfeld erlief und direkt am gegnerischen Torwart vorbei ins lange Eck zirkelte. Auch dem 2:0 ging eine tolle Aktion von Stefan G. voraus. Dieses Mal stürmte er über links bis zur Torauslinie, spielte den Ball in Richtung Elfmeterpunkt zurück und dort standen Kini und Max Z. Max durfte das Tor erzielen. Mit 2:0 in die Halbzeit. Das Beste am Spiel war außer der Führung die disziplinierte Spielweise und das saubere Kombinationsspiel. Dies setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Allerdings muss man zugeben, dass die Oberaudorfer es verdient gehabt hätten, ein oder zwei Tore zu erzielen, denn sie hatten die Chancen dazu. Wobei auch wir weit öfter hätten treffen müssen, wenn wir das Toremachen besser drauf hätten. Dabei muss man unserer Allzweckwaffe noch nachsehen, dass sie bei den vielen verschiedenen Positionen nicht immer genau weiß, ob sie nun ein Tor schießen oder das Tor vereiteln muss – wahrscheinlich hat Kini, alleine vor dem Torwart stehend, deshalb den Ball zum Torwart zurückgespielt und nicht an ihm vorbei ins Tor geschossen ;-)

Den Endstand von 3:0 köpfte uns Max Ziegmann heraus, nachdem das Leder von rechts über eine Kopfballverlängerung von Charly genau auf seine Stirn gelangt war und er aus drei Metern nur noch die Flugbahn der Kugel etwas ändern musste.

Dieter lieferte eine unauffällige und fehlerfreie Schiri-Leistung ab und beendete unser siegreiches Spiel.


01.07.2009: TSV Rimsting – SV Amerang 5:1

…unnützes Schimpfen…

Der SV Amerang ist für uns kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Vorfeld des Spieles war uns klar, dass wir dieses Mal als Favorit den Platz betreten würden.

Späth im Tor; Hutt gemeinsam mit Balmacz, Hinterbrandner und Vielberth in der Verteidigung; Schleicher, Summerer, Rupp, Schuster, Feichtner, Busch im Mittelfeld; in der Offensive die Gebrüder Mayer und König – dieses Team sollte den erwarteten Sieg nach Hause fahren. Für Schiri Hager erwarteten wir einen ruhigen Abend.

Und eigentlich begann es genauso, wie wir es geplant hatten. Summerer erwischte gleich zu Beginn eine starke erste halbe Stunde. Wir drängten den Gegner sofort nach dem Anstoß in seine eigene Hälfte. Zwar jagte wieder einmal eine vergebene Chance die andere, doch nachdem Sumsum mit einem feinen Schuss die Führung erzielt hatte und Charly diese nach einem brillianten Pass von Markus Mayer auf 2:0 erhöht hatte, war das Ding eigentlich gelaufen. Markus war es auch, der nach einem blitzgescheiten Einwurf von Michael Schleicher alleine auf des Gegners Tor zusteuerte und aus spitzem Winkel den Ball zum 3:0 einsandte. Hinten standen wir stabil, was auch kein Wunder bei den oft schwachen gegnerischen Angriffsversuchen war. Dennoch kamen sie zum glücklichen Anschlusstreffer, bei dem auch unser guter Keeper keine Abwehrchance hatte, denn der Ball rutschte einem Gegner so glücklich über den spärlich bewachsenen Hinterkopf, dass er genau neben dem Pfosten ins Tor rollte. Der nächste Angriff stellte aber den alten Abstand wieder her. Erneut eine tolle Vorarbeit von Markus Mayer und sein Bruder Christian brauchte den Ball aus 5m nur noch einzuschieben. Trotz dieses klaren Ergebnisses ging es schon in der ersten Halbzeit mit ungutem Gemeckere los. Zwei unserer Spieler nahmen sich den Begriff „Aggressivleader“ zu sehr zu Herzen und setzten ihn nicht nur physisch, sondern auch mündlich um.

Die Anpfiffe, die sie verteilten, waren nicht ganz unberechtigt, doch der Ton macht die Musik! Amerang hatte sich in sein Schicksal ergeben und spielte das Match korrekt und ohne übereinander herzufallen zu Ende. Rimsting konnte dieses Spiel nicht verlieren und blamierte sich durch gegenseitiges Anpflaumen. In der zweiten Halbzeit gelang Markus Rupp sogar noch eine schönes Tor zum 5:1 – doch zu diesem Zeitpunkt war die Stimmung im Team schon am Boden und keiner konnte sich über den verdienten Sieg so richtig freuen.

Doch, dass wir auch anders können, zeigte sich danach im Sportheim bei einer gemeinsamen Aussprache und 2 Tage später beim nächsten Heimspiel.


19.06.2009: TSV Rimsting – SV Schloßberg 0:2

…ein schwarzer Freitag…

Nach der Pfingstpause trat AH des TSV Rimsting endlich wieder zu einem Wettkampfspiel an. Die Trainingseindrücke machten viel Hoffnung. Zwar fehlten immer noch einige verletzte Spieler, doch es hatten sich andere Spieler wieder einsatzklar gemeldet, so dass wir vom Papier her ein ziemlich starkes Team ins Spiel schickten.

Chris Späth hütete den Kasten, Chris König sollte gemeinsam mit Hutti und Bernd Schmelz, unterstützt durch den defensiven Mittelfeldmann Hampi die Gegner vom eigenen Kasten weghalten. Sumsums Dirigentenrolle war Klaus Mayer zugedacht, kämpferisch unterstützt durch Charly. Auf den Außenbahnen sollten Tommy Feichtner und der Neuzugang Thomas Scholz (echter Linksfuß) die Bälle zum Brüderpaar Mayer in den Sturm bringen. Als fliegende Wechselspieler begannen Raimund, Alex und Michi Schleicher. Mangels eines gelernten Schiris, musste Buschl das Pfeifen übernehmen. Alles war auf Sieg eingestellt.

Doch der SV Schlossberg bzw. unsere eigene Leistung machten uns einen Strich durch die Rechnung.

Während Späth seine Sache recht ordentlich machte, hatte sein Libero einen pechschwarzen Tag erwischt. Aber nicht nur unser Niederbayer spielte weit unter seiner Normalform. Unsere Spielanlage ähnelte einem wild durcheinander flatternden Hühnerhaufen. Dabei kann man nicht einmal ausmachen, woran das lag. Jeder Einzelne ereichte zwar nicht seine Normalform, doch eigentlich hätte es auch so gegen Schlossberg reichen müssen. Aber irgendwie hatten wir keinen Plan, wie wir gefährlich vor das gegnerische Tor kommen sollten bzw. wie wir die Schlossberger Konter unterbinden hätten können. Nach 10 Minuten spielte der Gegner den Ball locker durchs Mittelfeld, niemand von uns fühlte sich bemüßigt dagegen etwas zu tun und bums, ein feiner Schuss aus ca. 16m – 1:0 für den Gegner.

In der Halbzeit stellten wir um. Alex übernahm den Liberoposten, Kini sollte das Mittelfeld stabilisieren, Michi etwas offensiver agieren. Wir drängten den Gegner auch permanent in seine eigene Hälfte, die Mayers zauberten oftmals die Verteidiger aus – aber es fehlte das „Knipsergen“ eines Hubers, die gewisse notwendige Arroganz eines Summerers im Mittelfeld. Und hinten fehlte die stabilisierende Härte eines Hinterbrandners. Normalerweise dürfte man das Fehlen einiger Spieler bei unserem Kader nicht sehr merken und es ist auch schon bewiesen worden, dass wir Ausfälle kompensieren können, doch wenn jeder Spieler unter Normalform agiert, dann merkt man dieses Fehlen.

Wir waren in der 2ten Halbzeit den Schlossbergern weit überlegen, aber diese fuhren noch drei hervorragende Konter, von denen sie einen mit etwas Glück erfolgreich abschließen konnten.

Die Moral von der Geschicht – Spielpausen taugen uns nicht.


25.05.2009: SV Happing – TSV Rimsting 0:5

…nach dem ersten Tor funktioniert das Kollektiv…

Das Spiel begann für die Rimstinger AH wie üblich. Zunächst lief der Ball gut in unserer Reihen, es gab wenig hektische Aktionen. Doch nach einiger Zeit des Beschnupperns merkten wir, dass wir das stärkere Team und v. a. die besseren Einzelspieler auf dem Platz hatten.

Das war der Zeitpunkt, an dem insbesondere unsere technisch versierten Spieler versucht waren, mit Einzelaktionen zum ersten erfolgreichen Torschuss zu kommen. Leider ging diese Rechnung nicht auf. Im Mittelfeld hatten wir den Gegner im Griff, Mayer M., Summmerer, Neuzugang Klaus Meyer und der später angereiste Hans Weiss spielten mit den ihnen zugeordneten Gegnern Katz und Maus – aber sie spielten zu wenig gemeinsam. Die Abfangjäger Charly und Hutti mussten immer wieder alleine gelassene gegnerische Spieler abdecken. Es dauerte ziemlich lange, bis wir tatsächlich zwingende Chancen erspielen konnten. Nach und nach gelang es uns das Spiel völlig zu beherrschen – wobei der Gegner aber auch zu ein oder zwei Torgelegenheiten kam. Je länger die erste Halbzeit lief, desto dringender warteten wir auf unseren Führungstreffer. Aber weder Kobra Rupp, noch dem wiedererstarkten Michi Schleicher gelang ein vernünftiger Torschuss. Markus Mayer, Sumsum, Hans W. und unser erstaunlich abgeklärt spielender Neuzugang Klaus trugen den Ball quasi bis zum Fünferer, konnten ihn aber nicht im Tor unterbringen. Auch die gute alte Brechstange, die Chris König mit einem 25m-Schuss ansetzen wollte, verfehlte ihr Ziel weit und raste in den Himmel anstatt ins Tor. 0:0 zur Halbzeit entsprach nicht dem Spielverlauf – es hätte aber noch übler stehen können, wenn nicht unser Torwart und unsere Verteidigung ihren Job gewohnt sicher verrichtet hätten.

Nach der Halbzeit versuchten wir es mit einigen kleineren Änderungen. Markus in den Sturm, Michi ins Mittelfeld, Gasbichler Hans eingewechselt. Der Anpfiff ertönte, wir bekamen den Ball, Markus stürmt über links in den Strafraum, wird schön angespielt, tanzt einen Gegner aus und endlich fällt das 1:0. Und nun lief es so, wie man es sich erträumt.

Keine 5 Minuten später wird der Ball auf die rechte Außenbahn geschlagen, Gazei schleppt ihn fast bis zur Eckfahne – Bananenflanke – Viper Hutt stößt vor und zirkelt das Leder volley neben dem rechten Torpfosten ins Netz. Das dritte Tor war ein Leckerbissen für jeden Fußballfan. Sumsum und Hans Weiß sprinten dynamisch mit dem Ball am Fuß durchs Mittelfeld, spielen zweimal leichtfüßig an der gegnersichen Strafraumgrenze Doppelpass und Andy bleibt es vorbehalten das 3:0 zu „erspielen“. Auch am 4:0 sind wieder die beiden Mittelfeldasse beteiligt – hohe Flanke von Hans in den Strafraum auf den langen Pfosten gezirkelt, Sumsum steigt hoch und erzielt eines seiner seltenen Kopfballtore. Diesem Spielrausch schließt sich dann Klaus Mayer an, dem Markus am Strafraum den Platz schön frei sperrt, so dass Klaus mit dem Ball bis vor den Torwart laufen kann und kein Problem hat, die Kugel zu versenken.

In der zweiten Halbzeit drängen alle nach Vorne, um ihr Tor zu machen. Dass wir dennoch kein Gegentor einfangen, ist einmal unserem immer besser werdenden Torwart und zum anderen unseren drei absolut zuverlässigen und sich immer in den Dienst der Mannschaft stellenden Defensivkräften Hinterbrander, Schmelz und König zu verdanken. Auch wenn die wilde Jagd nach Vorne braust, das Spiel für uns entschieden ist, stehen sie zuverlässig im Rücken der Mannschaft und beheben Fehler, bevor daraus Probleme entstehen.

Das ganze Team hat v. a. in der zweiten Halbzeit ein tolles Spiel hingelegt und es ist nicht leicht einen Spieler herauszuheben, aber am gestrigen Abend war es unser Libero Kini, der seine Position am allerbesten ausfüllte. Selbst als der Trainer nach dem 5:0 nach hinten ging und ihm freistellte „nach Vorne zu gehen und sein Tor zu machen“ lehnte Chris das ab „ich muss hinten bleiben, wir wollen zu 0 spielen“. Respekt vor dieser Disziplin!


15.05.2009: TSV Rimsting – TSV Eiselfing 5:1

…souverän…

Mit dem TSV Eiselfing stellte sich bei uns eine echte AH-Mannschaft vor, die im Schnitt mindestens 5 Jahre älter war, als wir.

Da wir schon kurz nach Anpfiff das Spiel voll im Griff hatten, stellte sich sofort eine Überheblichkeit ein, die auch die „alten Knaben“ aus Eiselfing nicht ungestraft lassen wollten. Einer unserer zahlreichen, bis dahin aber erfolglosen Angriffe wurde im Mittelfeld abgefangen und Eiselfing überraschte uns dermaßen, dass unsere Verteidigung, die sich in der Vorwärtsbewegung befand, überlaufen werden konnte. Gerhard war zu diesem Zeitpunkt schon angeschlagen, was aber uns noch nicht bekannt war. Sein Gegner konnte ihn düpieren und Chris Späth hatte gegen den schönen Torschuss keine Chance.

Nun stürmten wir umso heftiger, aber leider auch umso kopfloser. Bis wir unsere Geheimwaffe ins Spiel brachten – die Waffe war so geheim, dass wir auch nicht genau wussten, ob sie losgehen würde. Michi Pilz wurde eingewechselt, lief gemütlich in den gegnerischen Strafraum, erhielt den Ball und lupfte ihn eiskalt und elegant am Torwart vorbei ins Kreuzeck. 1:1 zur Halbzeit. Saubere Arbeit Michi!

Eigentlich wäre Michi mit dieser Aktion zum Spieler des Tages avanciert, wenn … wenn nicht unser Dirigent zur Halbzeit von einem Spiel seiner Jugendmannschaft angereist wäre. Summerer lief sich etwas warm, griff nach Wiederanpfiff ins Spiel ein, ließ sich dann ca. 25 Minuten später wieder auswechseln und ging nach Hause. Als er ging lagen wir 4:1 vorne.

Was war geschehen? Zweimal waren unsere Angreifer in Strafraumnähe gefoult worden, fast an der identischen Stelle. Sumsum schlug die Freistöße mit links auf das Tor, der gegnerische Torwart konnte sie nur abklatschen und zweimal lauerte unser Huber–Ersatz, die „Kobra“ Rupp und staubte ab. Dem 4:1 ging ein Eckball des Gegners voran, den König abfangen konnte, über 4 Stationen schnell nach vorne gespielt und Summerer vollstreckte mit einem Schuss ins lange Eck. Der schönste Spielzug seit langer Zeit, etwas für das Lehrbuch! Dann sah es aus, als ob Sumsum verletzt wäre, aber sein Busenfreund Michi Schleicher verriet uns später bei der Siegesfeier, dass Andy Geburtstag hat und sich daher auch mal zuhause bei seiner Familie sehen lassen musste. Effektiver geht es kaum! Andy hat sich das Mail mit der Entbehrlichkeit des Einzelnen bei Geburtstagen fast etwas zu sehr zu Herzen genommen. Danke!

Das 5:1 war ein echtes Schlitzohrtor von H. P. Jakobi. Er erhielt nach einem Angriff den Ball in der Nähe Strafraumlinie-Auslinie. Anstatt zu flanken, wie alle es erwarteten, drehte er den Ball zur großen Überraschung v. a. des Eiselfinger Torwarts ins kurze Eck.

Kurz und gut – in der zweiten Halbzeit konnte Eiselfing nicht mehr mithalten, war aber ein extrem fairer Gegner, der nie lange Diskussionen oder Streit anfing, sondern einfach auch Spass am Spiel hatte.

Jemand als besten Spieler herauszuheben, wäre nicht ok. Jeder hat sein Ding gemacht und überzeugt, inkl. Schiri – aber dieses Mal war es nicht sehr schwer.


08.05.2009: TSV Rimsting – TUS Prien 4:2

…der Angstgegner ist geschlagen…

Wer noch nie auf dem Rimstinger Platz stand, weiß nicht, welch ein Traum das Spiel sein kann, wenn man über einen kurzgeschorenen butterweichen Platz laufen darf, umgeben von der im Abendlicht strahlenden „zuckergekrönten“ Kampenwand und dem ruhig liegenden bayerischen Meer.
Gasei – irgendwann kaufe ich mir meinen eigenen Fußballplatz – dann musst Du ihn pflegen!

Das erste Mal in dieser Saison gelang es nicht eine Mannschaft aus den Stammkräften auf die Beine zu stellen. Zu viele Ausfälle brachten uns an den Rand einer Spielabsage. Michi Schleicher stellte sich in den Dienst der Mannschaft und lief auf trotz großer Achillessehnenprobleme. Betreuer Busch und Chris Mayer hielten den ganzen Freitag über engen Kontakt, um gemeinsam eine schlagfertige Truppe zusammenzubasteln. Erst als klar war, dass H. P. Jakobi spielen würde, als Max Huber einen adäquaten Ersatz für sich, der er selbst wegen Verletzung absagen musste, anmelden konnte – Hans Weiss - und Markus Mayer einen alten Recken reaktivieren konnte – Sabi (Chabi?) - war klar, dass der TSV eine siegfähige Mannschaft ins Gefecht schicken würde.

Unser Team war dieses Mal „techniklastig“. Neben unserem Spielmacher Summerer wollten die ballgewandten Hans Weiss, Markus Mayer und H.P. Jakobi im Mittelfeld ihr Spiel aufziehen. Prien reiste mit einem starken, eingespielten Team an, aus dem das „Laufwunder“ Spilker herausragte – auch in Sachen Fairness.

Zunächst kamen wir ganz gut ins Spiel und ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen, lediglich die Abschlussschwäche der letzten Spiele wollte auch gegen Prien nicht weichen. Eine einziger guter Gegenzug reichte dem Gegner uns zu zeigen, wie man Tore machen kann. Ch. Späth im Tor hatte keine Chance gegen einen Schuss aus 16 Metern genau unter die Latte.

Wütende Angriffe des TSV waren die Antwort auf diesen Rückstand. Doch wenn nicht Sabi im gegnerischen Strafraum gefoult worden wäre, hätten wir womöglich das 0:1 in die Halbzeit mitnehmen müssen. Chris Mayer verwandelte den Strafstoss souverän. Dieser Strafstoss war eigentlich der Anfang vom Ende der Priener Spielkultur. Sabi war tatsächlich gefoult worden – aber er fiel auch sehr spektakulär, was die Priener zu heftigsten Diskussionen mit unserem gut disponierten Schiri Hager veranlasste. Dies schaukelte sich im Spiel sehr hoch und zwei oder drei der Priener Spieler brachten durch diese unendlichen Diskussionen ihr Team völlig aus dem Tritt. Es scheint als gäbe bei Prien keine geeignete Hackordnung, wie wir sie in Rimsting unbewusst haben. Bei uns stellt der Betreuer das Team auf und bestimmt die Schützen bei Standards, der Libero und der Spielmacher haben während des Spiels das Sagen und alle anderen dürfen sich gegenseitig anfeuern – das klappt ganz gut.

1:1 zur Pause war ok. Kurz nach Wiederanpfiff unterlief unserem Vorstopper und unserem Torwart ein Missverständnis, das alle Fußballfans gewiss an das 2:0 der Ungarn gegen Deutschland 1954 im Endspiel erinnerte, als Kohlmeyer den Ball an Turek zurückspielen wollte, dies aber so unglücklich machte, dass Czibor den Ball nur noch einschieben musste.

Aber genau wie damals das deutsche Team konnte die Rimstinger AH das Spiel drehen. Nach dem 1:2 ging ein Ruck durch unsere Elf. Plötzlich spielte das Mittelfeld wieder wunderbar miteinander – ONE-Touch-Fußball, manchmal klappte der tatsächlich. Die Abwehr um Libero König stand nun stabil, Hinterbrander und Schmelz hatten ihre Gegner im Griff. Und im Sturm kam Torhunger auf. Doch wie gewöhnlich versemmelten wir Chance um Chance. Und weil die oberbayerische filigrane Spielweise einfach nicht zum Ziel führte, packten wir die vielerwähnte Brechstange aus. Einer unserer Oberbayerischen Techniker wurde ca. 30m vor dem Priener Tor gefoult und Busch gelang es mit roher Oberpfälzer Gewalt den Ball direkt ins Tor zu trommeln – Ausgleich.

Nun wollten wir auch noch den Sieg und Angriff auf Angriff lief Richtung gegnerisches Tor. Einen Torschuss konnte der Gegner durch einen eleganten Hechtsprung mit der Hand um den Torpfosten lenken – das Dumme war nur, der „Handballspieler“ war nicht der Torwart. Den fälligen Elfer verwandelte wieder unser derzeit erfolgreichster Stürmer Chris Mayer. Den Schlusspunkt setzte dann ganz cool H.P., der herrlich von dem mitstürmenden Walter Hinterbrandner am 5er völlig uneigennützig eingesetzt wurde und problemlos zum 4:2 Sieg einsenden konnte – Sieg.

Der beste Spieler auf dem Platz wurde noch nicht erwähnt. Genie und Wahnsinn liegen eng beieinander – in einem Fußballteam gibt es zwei Verrückte, einer davon ist der Torwart. Diese Sprüche scheinen genau wie für unseren Chris Späth gemacht. Was er in diesem Spiel gehalten hat, ist kaum zu beschreiben. Die beste Aktion hatte er in der Phase, als Prien „den Sack hätte zumachen können“. Ein Kopfball aus 5 Metern über unsern Libero hinweg war nach normalen Maßstäben schon unser Todesstoß – doch dann reagierte unser Keeper wie ein Irwisch, wie „Mister Hunderttausendvolt“ und lenkte den Ball über die Latte – drei, vier Situationen, die eigentlich ein Gegentor hätten bedeuten müssen, bereinigte er in ähnlicher Art und Weise.

Bester Mann des Spiels – trotz Spielern wie Summerer, Sabi, Weiss – Chris Späth (ok, die anderen waren auch ganz gut).


AH-Ausflug 1.Mai bis 3.Mai 2009

Mit einer 18 Personen starken Gruppe fuhren wir am Freitagmorgen Richtung Fichtelgebirge ab. 5 einsatzfähige Spieler und ein Schiedsrichter waren geblieben. Dabei ist zu erwähnen, dass Gazei und Dieter H. aus extremer Treue zum Verein am Freitag 370 km in Eigenregie ins Fichtelgebirge fuhren und gleich nach dem Spiel wegen diverser Termine wieder 370 km zum Chiemgau zurückrasten – WOW ihr zwei Fußballnarren – das hätte sonst niemand durchgezogen – Herzlichsten Dank!

Mit drei Autos unterwegs machte die Reisegesellschaft zunächst eine 3-stündige Pause in der Regierungshauptstadt der Oberpfalz, der schönen mittelalterlichen Stadt Regensburg. Nach einem Stadtrundgang inkl. Kaffee- und Eispause nahmen wir das letzte Drittel der Anreise in Angriff.
Gegen 16:00 Uhr erreichten wir Marktredwitz in Oberfranken. Nach dem Einchecken im zentralsten Hotel der Stadt sah man die ersten Chiemgauer bereits wenige Minuten später in der teilweise eingetischten Fußgängerzone sitzen und bei herrlichem Sonnenschein – der uns übrigens bis zur Abreise am Sonntag begleitete – das etwas ungewohnte, aber wohlschmeckende Zoigl-Bier zischen. Nur die Spieler durften dies nicht.

Spiel SV Neusorg – Spielgemeinschaft Rimsting/diverse Vereine 4:3

Kurz danach fuhr die ganze Kompanie in die angrenzende Oberpfalz nach Neusorg, um dort ein Spiel auszutragen. Da wir nur 5 Rimstinger aufbieten konnten, mussten wir uns von der Hilfsbereitschaft der einheimischen „Steinwäldler“ überzeugen – und voller Stolz konnte der von dort stammende Betreuer genügend Spieler aus diversen Vereinen aktivieren und nach Neusorg zum Spiel bitten. So setze sich unsere Mannschaft aus 5 Spielern von Rimsting, 1 Spieler vom FC Wacker Marktredwitz, 1 Spieler vom TSV Konnersreuth, 1 Spieler vom TSV Thiersheim, 1 Spieler vom VFB Arzberg, 1 Spieler vom Handballverein TVO Marktredwitz, 1 Spieler vom SV 04 Marktredwitz und 1 in Waldershof lebenden Gastspieler aus England zusammen.

Im Spiel wurde den Chiemgauern klar, dass der extreme Fußballehrgeiz im Fichtelgebirge nicht so selten ist. Neusorgs AH wollte unbedingt siegen und so musste Schiri Dieter, der ausgezeichnet pfiff und den Ernst der Lage schnell erkannte und die Schärfe durch geschicktes Agieren aus dem Spiel nahm, einige verbale Angriffe aushalten. Zum Spiel gibt es nicht so viel zu berichten, selbst ich nahm die Niederlage von 4:3 rel. gelassen hin. Unsere Aushilfen waren nicht besonders auffällig, lediglich den verrückten Kämpfer Michael Foti und den Mittelfeldstrategen Matthias Ascherl könnte man sofort bei uns übernehmen. Der Mann des Tages war ein Spieler, von dem man es nicht erwartet hatte – zumindest nicht an der Position, an der er spielte. Unser Torwart H. Gasbichler brachte – auch zu unserem Erstaunen – den Gegner schier zur Verzweiflung. Unsere „Katze von Hochstädt“ hielt wie früher Sepp Maier, war schnell auf den Beinen und eifert nun als „H.-J. Butt von Rimsting“ dem Bayernkeeper nach, der ja auch einen Jüngeren aus dem Tor in die zweite Reihe vertrieb – Ch. Späth, pass auf!!! ;-) Selbst an einem gegen uns verhängten Elfer war er so dran, dass der Ball nur noch mit viel Glück für den Gegner vom Pfosten ins Tor sprang. Glückwunsch zu dieser Leistung Gazei!

Das Sportgelände und das Sportzentrum des ehemaligen Landesligisten waren zwar einerseits beeindruckend, aber andererseits merkte man, dass es eines engagierten Greenkeepers und einer permanenten Kabinenreinigung bedarf, wenn alles erhalten werden soll. Das fehlte etwas – und kann mit unseren Gegebenheiten nicht mithalten. Man muss allerdings sehen, dass das ganze Gelände und Gebäude plus Tennisplätze, Hartplatz, Skaterbahn, Spielplatz, Asphaltkegelbahn und Bayern-Fanclub-Blockhütte, was wir alles nicht besichtigten, dem Verein SV Neusorg selbst gehört und er die Instandhaltung alleine finanzieren muss, was zur Zeit enorm schwer ist.

Die Bewirtung ist m. E. bei unserer Ariane um Welten besser und schneller und appetitlicher – wenngleich sie keine solche Industrieküche zur Verfügung hat, wie Neusorgs Wirt.

Nach einigen Bierchen fuhren wir nach Marktredwitz und speisten dort bei einem sehr bekannten „Jugo“. Eigentlich müsste es allen geschmeckt haben und die Portionen waren angenehm groß.

Dann zogen die meisten von uns weiter ins Meisterhaus, einer urigen Kneipe. Um ca. 3:00 Uhr in der Nacht gab dann auch unser „Treibauf“ Babs auf und machte sich gemeinsam mit ihrem Gatten Georg auf ins Bett – die zwei hatten ja zu dieser Zeit bereits ihren Hochzeitstag!

Samstag nach dem Frühstück ging es ab in die Tschechei, zunächst Sightseeing in Bad Franzensbad, dann Shopping auf dem Fitschimarkt in Eger (Cheb), wobei die Schleipfners in MAK blieben, da sie wegen verwandtschaftlichen Beziehungen schon (zu) oft im Sudentenland waren. Dort liefen dann die Spielerfrauen zur Höchstform auf – wenn wir so eine Ausdauer im Spiel hätten, wie manche von denen beim Einkaufen (und das in Stöckelschuhen), dann würde der Trainer aus Effektivitätsgründen immer zwei Spiele auf einen Tag legen.

(Nun kommen Beobachtungen, die auch Mario Barth nützlich wären)

Während die Damen König, Schleicher und Summerer die Sache relativ gelassen angingen und sich lieber die Leute gemütlich gemeinsam mit ihren besseren Hälften anguckten, waren die anderen Damen ruck zuck in Schwung. Abhängig davon, ob ihr ehelicher „Bremser“ eher aktiv oder passiv war, steuerten unsere Einkaufspilotinnen ihre Zweierbobs durch den Markt. Eindeutig im Vorteil war dabei der „Teilzeitsingle“ Marion, deren Gatte wegen eines parallelen Betriebsausflugs seiner Bank nicht dabei war. Völlig losgelöst und nur ab und zu telefonisch durch ihre Kinder ferngesteuert zischte sie durch die Gassen. Und unsere Damen fanden Lösungen für Einkaufsprobleme, die einem einfachen Mann nie in den Sinn kämen. (sinngemäße Wiedergabe)

Babs zu Moni: „ Warte mal, probier mal die Schuhe!“ (Schuhe zu klein) – „ Ah, des passt, Deine Füße sind ja genau um das fehlende Teil größer als die von meiner Tochter, nehme ich mit!“. „Probier mal die!“ (Schuhe zu groß) „Ah super, die passen meinem Sohn, nehm ich auch!“ Marion zu Elke: „Wieviel kräftiger ist den Dein Chris als mein Bub? – „Weiß net“ (Marion hält Chris eine Hose an die Hose, passt ungefähr am Bund, ist aber zu lang) „Hm, könnt passen, aber der Kini ist ja viel kleiner.“ (Hält das Teil an Michael - ist viel zu weit, aber Marion ist schon unterwegs zum nächsten Stand) „ Passt genau, super!“ Am nächsten Stand. Marion fasst ein Kleid an: „Miese Qualität! Da nehm ich das Teil vom vorletzten Stand!“ (dort hatte sie eine Trolly-Koffer angesehen!). Max Huber sitzt in einer Bar und trinkt schon wieder ein Bierchen, hat aber zuvor die erste Fuhre an Einkaufstüten für seine Frau ins Auto gebracht. Geli kommt kurz vorbei: “Ja, des ist so heiß, da musst Dich ausruhen und etwas trinken, gell des ist wichtig mein Schatz?!“ (stellt Tüten ab und ist schon wieder weg ) Max grinst und bestellt das nächste Pils. Buschl bemerkt, dass Guggi schön rotbraun auf seiner hohen Stirn wird – könnte ein Sonnenbrand werden, Schatten wäre angebracht. Guggis Frau fällt schnell ins Wort: “Der Ernst wird immer schnell braun, des macht dem nix!“ (und lauert schon wieder in Richtung Stände). Weil er die Situation schon mitgemacht hatte, hat Buschl als Begleitung für seine Frau die Schwiegermutter („Erboma“) mitgenommen und kann Max die ganze Zeit Gesellschaft leisten.

Nach der Rückfahrt und einer kleinen Pause im Hotel – einige Damen machten aber gar keine Pause, sondern setzten das Shopping nun in Oberfranken fort, was einige Männer in ihrem Ehrgeiz traf und so taten sie es ihnen fast gleich und zogen los in eine Premiere-Sportbar – trafen wir uns zum Abendessen erneut im Meisterhaus. Mit uns waren auch einige von Monis und meinen Bekannten dort, um die Oberbayern zu bestaunen. Es hatte sich in Neusorg und Marktredwitz sehr schnell herumgesprochen, dass wir mit Oberbayern in der Gegend sind (der Gemeindebus tat sein Übriges) und diese Oberbayern, egal ob Mann oder Frau „saugoad ausschaua und alle fül sport machen, weil sunst wärn dei nird sur schlank!“

Dieses Mal gab es ein Problem mit dem Essen – nicht mit Geschmack oder Menge, sondern mit der langen Wartezeit – der Ärger legte sich aber (hoffentlich) nach der netten Entschuldigung und Schnapsspende durch die Köchin, die gleichzeitig die Pächterin ist.

Dieser Abend war rel. kurz, alle waren recht müde.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es wieder an den schönen Chiemsee.

Persönl. Anmerkung: Es war eine bunt gemischte Truppe und es fuhren viele mit, die mit der AH nicht so viel zu tun haben. Alle brachten sich ganz toll ein und meines Erachtens gab es keinen Außenseiter oder jemanden, der überhaupt keinen Spaß hatte.
Danke für das tolle Mittun.


29.04.2009: TSV Rohrdorf – TSV Rimsting 2:5

…ein Orchester braucht seinen Dirigenten…

Ohne drei Stammspieler musste der TSV Rimsting fünf Tage nach der deftigen Niederlage im ersten Saisonspiel nun beim TSV Rohrdorf antreten, der das letzte Duell im Jahr 2008 gegen Rimsting gewonnen hatte.

In unserem zweiten Saisonspiel stand nun aber unser Dirigent mit auf dem Platz – und plötzlich stimmten die Akkorde, plötzlich trafen wir die Töne. Unser Andy Summerer musste selbst gar keine außergewöhnlich genialen Aktionen bringen, alleine seine ordnende Hand zeigte nach kürzester Zeit Wirkung. Jeder wusste, was er zu tun hatte oder Andy zeigte es ihm punktgenau auf. Ein Genuss solch einem Team zuzusehen, eine Wohltat unter solch einem Spielmacher seinen Dienst zu verrichten!

Dem Berichterstatter fällt es schwer den Bericht so zu verfassen, dass er jedem Spieler gerecht wird. Jeder war einfach besser als im vorhergehenden Spiel.

Schon kurz nach Anpfiff lief Angriff auf Angriff in Richtung Rohrdorfer Tor. An der rechten Außenlinie schleppte ein Thomas Feichtner jeden Ball unglaublich zielstrebig und brandgefährlich in den gegnerischen 16ner. Unser rechter Läufer Feichtner war es auch, der durch energisches Nachsetzen ein Eigentor Rohrdorfs erzwang und er legte nach und erzielte das 2:0. Auf der linken Seite rackerte Hampi jedem Ball erfolgreich hinterher und ließ den Gegner keine Chance sein Spiel aufzuziehen. Unser neu formierter Sturm mit Ch. Mayer und Michi Schleicher stieß in jede sich bietende Lücke und ließ der gegnerischen Abwehr keine Pause. Christian wurde aus dem Mittelfeld geschickt eingesetzt und traf zum 3:0, bevor Michael seine Schnelligkeit einsetze und einen weiteren Angriff mit dem 4:0 abschloss. Zentral wirkte er – der Dirigent - und sein kongenialer Partner Markus Mayer, der seinen Gegner oft schwindlig spielte. Ch. König dirigierte seine Abwehr dermaßen cool, dass die gegnerischen Stürmer sich im sibirischen Winter wähnten. Abwechselnd Balmacz, Gottwald, Schmelz und Busch taten sich leicht gegen ihre Stürmer und konnten oft mit angreifen. Einen Sonderjob hatte unser W. Hinterbrander. Er hatte die Aufgabe den gefährlichen Mittelstürmer des Gegners, der uns im letzten Spiel „erschossen“ hatte, möglichst aus dem Spiel zu nehmen – und er tat es - und wie er es tat; der Stürmer war bei Walter aufgehoben wie in Abrahams Schoss; wie bei einer Amme, die auf ein Baby aufzupassen hat; wie ein rohes Ei in einem Wattebausch – Walter hat eine Leistung abgeliefert, wie sie für einen Vorstopper nicht besser sein kann. Wenn der Mittelstürmer sich Walter nicht in der zweiten Halbzeit durch geschicktes Wegwechseln nach hinten entzogen hätte und besser ins Spiel gekommen wäre, hätte Walter wahrscheinlich die Schuld daran getragen, dass ein Rohrdorfer Topmann seine Fußballschuhe an den Nagel gehängt hätte!

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte: Michael Schleicher bekommt den Ball, macht sich durch eine geschickte Drehung frei und sendet das Leder zum 5:0 ein.

Bisher war von einem Spieler noch keine Rede, von unserem Torwart – Christian Späth. Im ersten Spiel der Saison unglücklich, stellte er sich wieder einem gefährlichen Gegner, der tatsächlich in den ersten drei Minuten eine Führung hätte erzielen können und der immer wieder zu überraschenden, wenn auch nicht unbedingt herausgespielten tollen Torchancen gekommen ist. Doch an diesem Mittwochabend hatte Rimsting in Chris Späth einen Keeper, wie man ihn sich wünscht. Unglaublich aber wahr – Christian machte im ganzen Spiel keinen Fehler, holte einen 100%igen aus der Ecke und hatte jeden Schuss auf sein Tor unglaublich sicher. Was ist in den letzten 5 Tagen mit diesem Mann geschehen? Sollte dieses Niveau bei ihm dauerhaft anhalten, gibt es weit und breit keinen Torwart, der ihm das Wasser reichen könnte!

Dennoch, wo viel Licht, da auch Schatten:
Unsere Torausbeute v. a. in der ersten Halbzeit war mehr als traurig. Ein 8 oder 9:2 zur Habzeit wäre ok gewesen – und da merkte man das Fehlen von Knipser Huber. Zudem brachen wir in den letzten 20 Minuten beinahe ein. Die Ausdauer ist noch nicht ausreichend und da merkte man das Fehlen der laufstarken Schuster und Hutt!


1. Spiel: 25.04.2009, TSV Rimsting - WSV Aschau 3:8

... Auftakt misslungen!

Das Unglück nahm seinen Lauf bereits in der Kabine bei der taktischen Spielbesprechung. Um eventuelle konditionelle Mängel auszugleichen gab der neue Betreuer die Devise aus, in der Verteidigung nicht mehr das alte Liberosystem, sondern die Viererkette zu spielen.

Dass dies ein gewisses Risiko barg, war klar. Aber durch diese Taktik hätte die Laufarbeit und das Doppeln des vermutlichen Zwei-Mann-Sturms des Gegners gleichmäßig auf vier defensive Leute verteilt werden sollen. Kurz gesagt, es ging daneben und kurz nach Spielbeginn mussten wir umstellen. Der Betreuer hatte den Gegner völlig unterschätzt.

Aschau war uns balltechnisch und taktisch absolut überlegen. Jeder Angriff wurde gefährlich, kein Schuss ging weit am Tor vorbei – was bei uns regelmäßig der Fall war. Wir brachten die Bälle meist nicht unter Kontrolle, Pässe kamen kaum an und aus dieser Unsicherheit heraus verfielen wir in unsere alte Taktik mit weiten Bällen in den Sturm auf glückliche Tore zu bauen.

5:1 in der Pause gegen uns, das ging in Ordnung. Zwar kamen wir durch zwei schöne Tore von Christian Mayer noch einmal heran, aber Aschaus Torschüsse waren gezielt, hart und erfolgreich.

Keiner unserer Spieler war besonders gut, einzig Ch. Mayer, König und Hinterbrandner kann man eine Normalform attestieren.

So bleibt uns im Augenblick einmal nur der Trost, dass wir es bereits am Mittwoch um 19:30 Uhr in Rohrdorf besser machen können.

Und dann noch die Erkenntnis von Sepp Herberger nach dem ersten Spiel des späteren Weltmeisters 1954 gegen Ungarn, das Deutschland auch 8:3 verlor – … ich habe eine starke ungarische Mannschaft gesehen – wir wissen nun genau, wie stark sie sind, aber sie wissen nichts über uns, wir haben gegen sie drei Tore gemacht, sie haben auch Schwächen, wir werden stärker, wir werden stark genug um sie schlagen zu können!


Spielbericht Hallenturnier Eiselfing 14.02.2009

…das weiße Ballett tanzte – leider verpatzte es den „Kaiserwalzer“…

Pünktlich zum Valentinstag fand das traditionelle Hallenfußballturnier für Alt-Herren-Mannschaften der Sportfreunde von Eiselfing statt. Schon bei der gemeinsamen Anfahrt – Charly Mesner hatte einen 9-Sitzer organisiert – war uns klar, dass wir heuer mit einem starken Team aufwarten konnten. Sowohl zahlenmäßig (8 Feldspieler, 2 Torleute), als auch von der Qualität her, waren wir guter Dinge.

In der Halle angekommen, erfuhren wir, wer unsere Gegner in der Vorrunde sein sollten: Ramerberg, Amerang, Eiselfing_1. Um von Beginn an eine gewisse Linie ins Spiel zu bekommen, legten wir fest, dass wir immer 2 Spieler, die die gleiche Position bekleiden konnten, zu Paaren zusammenfassen wollten, die unabhängig von den Mitspielern selbst ihre Einwechslung steuern. Dies klappte während des gesamten Turniers sehr gut.

1. Spiel  Rimsting – Ramerberg 2:0
Tore: Busch, Ziegmann
Mit läuferischer und auch spielerischer Überlegenheit konnte Ramerberg bezwungen werden. Die ersten zwei, drei Minuten sah es so aus, als könnte der Gegner mithalten – doch dem war nicht so. Das 2:0 schmeichelt Ramerberg. Ziegmann, Huber, Schuster und Mayer C. wirbelten die Verteidigung des Gegners völlig durcheinander, lediglich die Torausbeute war im Verhältnis der erspielten Chancen sehr mager. Darüber täuschten auch einige Kabinettstückchen (Übersteiger, Fallrückzieher, Torwart hinlegen lassen…) nicht hinweg. Mix im Tor zeichnete sich dreimal aus – aber ansonsten hatten unsere Verteidiger Schleicher, Schmelz, Busch und König die Gegner völlig im Griff.

2. Spiel Rimsting – Amerang 2:1
Tore: Schuster, Ziegmann
Amerang war ein sehr schwerer Gegner und wurde im Laufe des Turniers weit unter Wert abgefertigt. Nach unser aller Meinung hätte das Team mit etwas Glück das Halbfinale erreichen müssen. Amerang ging durch einen ihrer Stürmer schnell 1:0 in Führung und wir mussten diesem Rückstand verzweifelt nachlaufen. Erst ca. 3 Minuten vor Schluss gelang unserem Charly mit einer Energieleistung, bei dem er mehrmals gegen den Torwart nachsetzen musste, der Ausgleich. Kurz darauf konnte Mayer unseren Sportlehrer Ziegmann einsetzen und der packte diesmal kein Zauberkunststück aus, sondern sandte den Ball cool neben dem herauseilenden Torwart zum Siegtreffer ein. In diesem Spiel war Späth im Tor und blieb es auch bis zum Schluss. Er rettete uns mehrmals durch brillante Reaktionen vor Gegentoren. Schmelz lieferte gegen Amerang gesundheitsbedingt (noch nicht gänzlich überstandene Grippe) seien letzten Einsatz ab. Er hatte bis dahin überzeugend und diszipliniert seine Gegner niedergekämpft und keinen einzigen Fehler gemacht – Danke Bernd! Mix übernahm seine Position und wurde Königs Wechselpartner.

3. Spiel Rimsting – Eiselfing-1 3:0
Tore: Ziegmann, Mayer C., Mix
Schon vor diesem Spiel war klar, dass wir das Halbfinale erreicht hatten. Es ging nur noch um Platz 1 oder 2 in der Vorrundengruppe. Ein Unentschieden hätte uns für den 1. Platz gereicht – doch wir waren mit dem Vorsatz angereist, alles zu gewinnen. Eiselfing_1 hatte keine Chance. Das 3:0 war hoch verdient und wieder ließen wir Torchancen im Sekundentakt aus. Mix erwies sich als effektivster Spieler dieses Matches. Außer seinem eigenen Tor legte er auch noch das Tor von Chris Mayer wunderbar auf.

Stand nach der Vorrunde, Gruppe A: 1. TSV Rimsting, 7:1 Tore, 9:0 Punkte

Halbfinale Rimsting – Eiselfing-2  2:0
Tore: Huber, Ziegmann
Etwas nervös gingen wir in dieses Spiel und zunächst musste unsere Abwehr um ihren Organisator König ganz schön rackern. Schleicher, Mix und Busch hatten genau wie unser Libero, einige brenzliche Situationen zu bereinigen, wobei Torwart Späth eine für ihn nicht immer übliche Ruhe ausstrahlte, die unsere Nerven beruhigte. Sturmführer Huber war es dann, der das 1:0 auf clevere Art erzielte. Max Huber hatte bis dahin mit seinen Schüssen etwas Pech. Das 2:0 war dann unserem treffsichersten Spieler Max Ziegmann vorbehalten. Danach war es vorbei mit der Herrlichkeit des Gegners und wir spielten das Match ruhig nach Hause.

Endspiel Rimsting – Babensham 1:4
Ehrentor: Mayer C.
Schon während des ganzen Turniers beobachteten wir aufmerksam das Team von Babensham. Es war eine ausgeglichene Truppe, das ein anderes System als alle anderen Mannschaften verinnerlicht hatte. Während wir – wie die anderen Teams auch – mit zwei defensiven und zwei offensiven Playern agierten, spielte Babensham eine Art Raute. Hinten blieb der Libero zentral stehen, an den Seiten bearbeiteten zwei klassische Läufer das Feld und in der Sturmmitte lauerte ein Mittelstürmer, der ganz selten hinter die Mittellinie ging.

Babensham hatte alle Spiele – bis auf das letzte Gruppenspiel, vor dem alles in Gruppe B schon entschieden war, haushoch gewonnen. Unser AH-Trainer schätzte das eigene Team allerdings wesentlich stärker ein, als die Gegner, die Babensham weggeputzt hatte. Rimsting hatte das Potential die Babenshamer zu schlagen. Zu Beginn des Endspiels kamen wir auch gut in Schwung und wir erreichten ein optisches Übergewicht. Doch die Babenshamer waren sehr abgezockt und am Ball sicherer als wir. Bei einem Konter, musste König gegen den vorne lauernden Stürmer die Notbremse ziehen und wir gerieten durch den fälligen 7-Meter in Rückstand. Kurz darauf schon wieder ein Konter und es stand 2:0 für den Gegner. Nun verloren wir die Ordnung, da wir mit aller Macht den Anschluss erzwingen wollten. Das 3:0 war die Folge. Chris Mayer konnte durch einen schönen Fernschuss in den Winkel unseren Ehrentreffer erzielen, bevor wir mit dem 4:1 den finalen Fangschuss erhielten. Da half es auch nicht, dass unsere Konditionstiere Schleicher und Mesner gemeinsam mit Huber noch einmal das Letzte aus sich herausholten. Wir bleiben in diesem Turnier nur 2ter Sieger oder 1ter Verlierer, wie man es sieht.

Nachspiel:
Max Ziegmann war gemeinsam mit dem Babenshamer Mittelstürmer erfolgreichster Torschütze des Turniers – aber da es nur eine Trophäe für den treffsichersten Spieler geben sollte, musste dieser im Siebenmeterschießen festgestellt werden – und es kam, wie schon vorher: Babensham gewann.