Rimstinger A-Jugend verbreitet Angst und Schrecken

5 Spiele – 5 Siege beim Chieminger Hallenturnier

Zum Abschluss der Hallensaison durfte die Rimstinger A-Jugend an einem sonnigen Nachmittag beim Robert-Mayer-Gedächtnisturnier des TSV Chieming antreten. Nach dem Turniersieg im letzten Hallenturnier in Übersee fuhren die Jungs mit stolzgeschwellter Brust auf die andere Seite des Chiemsees.

Doch bereits bei der Anmeldung bei der Turnierleitung bot sich dem Trainer ein schreckliches Bild: Dem Turniersieger wurde ein Wanderpokal versprochen – und dieser war aus Glas! Da der Wanderpokal vom Übersee-Turnier bereits zu Brüche gegangenen war, konnte die Zielsetzung für dieses Turnier höchstens der zweite Platz sein. Doch es kam anders.

Das Turnier war mit vier Mannschaften aus den untersten A-Jugendligen Bayerns und vier Teams aus den Kreisklassen der Region bestückt. Top-Favorit war der TSV Wasserburg, der das Turnier in den letzten beiden Jahren gewinnen konnte und an diesem Wochenende den Hattrick und damit den endgültigen Gewinn des Wanderpokals anvisierte.

In der Gruppenphase kamen die Rimstinger A-Jugendlichen nur schwer ins Spiel. In der Defensive agierte man zu nervös und in der Offensive wurden sogenannte „hundertprozentige“ Chancen nicht im gegnerischen Gehäuse untergebracht. Das erste Spiel wurde knapp mit ein wenig Glück gegen den Gastgeber aus Chieming gewonnen. Die beiden weiteren Spiele der Gruppenphase wurden jeweils standesgemäß mit 3:1 über die Zeit gebracht. In diesen Spielen war man dem Gegner jeweils haushoch überlegen, doch durch den lässigen Umgang mit Torchancen und unnötiger Gegentore ließ man den Gegner wieder ins Spiel kommen.

Im Halbfinale das Spiel des Turniers gegen den Favoriten aus Wasserburg. Die kleinen und dribbelstarken Spieler aus Wasserburg hatten zuvor schon manch einen Gegner schwindelig gespielt. Doch gegen die hervorragend defensiv spielende Rimstinger Truppe war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Nach dem Führungstreffer von Felix Wolf konnte Wasserburg zwar schnell ausgleichen, doch nach der erneuten Führung durch Jakob Legat schien das Spiel gelaufen. Aber der Schiedsrichter der Partie hatte etwas dagegen und schickte kurz vor Ende der Partie den Torhüter Jan Rohrmanstorfer wegen eines kleinen Remplers auf die Strafbank. Durch diese Entscheidung kam richtig Stimmung in die Halle. Rimsting mit einem Mann weniger und zudem einem Feldspieler im Tor gegen die sehr aggressiv agierende Wasserburger Mannschaft. Doch dieses Verhalten wurde den Wasserburgern zum Verhängnis, da deren Stürmer mit seiner Fußspitze mehrmals die Nase von Ersatzkeeper Walter Kindermann traktierte und ebenfalls eine zweiminütige Denkpause vom Schiedsrichter verordnet bekam. Die letzten Minuten in Gleichzahl war dann ein lockeres Herunterspielen der Zeit, das mit einem Treffer von Ravi Sharma kurz vor Ende der Partie gekrönt wurde.

Das Finalspiel gegen die bisher ebenfalls souverän auftretende Mannschaft aus Ruhpolding bildete den Abschluss des Turniers. In diesen elf Minuten der Hallensaison spielte die Rimstinger A-Jugend einen perfekten Hallenfußball. Die Defensive, bestehend aus Marinus Kurz, Dominik Huber, Stefan Julinek und Walter Kindermann stand in beiden Blöcken sehr sicher. Wenn mal ein Schuss durch diese Mauer hindurchkam, dann war Jan Rohrmanstorfer, die Krake mit den unglaublichen Reflexen, zur Stelle. Der Rimstinger Sturm in Form von Jakob Legat, Ravi Sharma, Michael Stanko und Felix Wolf wirbelte die gegnerische Mannschaft regelrecht durcheinander. Ravi Sharma, der erneut zum Spieler des Turniers gewählt wurde, erzielte im Finale die ersten beiden Treffer. Mit dem 3:0 durch Felix Wolf war das Endspiel so gut wie entschieden. Dieser souveräne Auftritt und verdiente Sieg im Finale wurde durch eine unglaubliche Einzelleistung von Marinus Kurz vollendet. Nachdem er in der Vorrunde noch ins eigene Tor getroffen hatte, nahm er sich kurz vor Spielende ein Herz und donnerte den Ball mit einem Weitschuss in die Maschen des gegnerischen Tores. Endstand: 4:0!

Durch diesen souveränen Sieg und damit dem Gewinn des Wanderpokals wurde eindeutig das Ziel, nicht schon wieder einen Glaspokal zu gewinnen, verfehlt. Doch durch den Sicherheitsabstand des Übersee-Pokal-Zerstörers zur neuen Trophäe konnte diese unversehrt nach Rimsting gebracht werden. Nun gilt es für Trainer und Spieler, die starken Hallenleistungen auf den Rasen zu übertragen und nach der Rückrunde einen weiteren Pokal zu gewinnen. Dieser wäre dann kein Wanderpokal und bestimmt auch nicht aus Glas...

Gruppenphase:

Rimsting – Chieming 2:1
0:1, 1:1 Ravi Sharma (Jakob Legat), 2:1 Stefan Julinek (Felix Wolf)

Rimsting – Marquartstein 3:1
1:0 Michael Stanko (Felix Wolf), 2:0 Felix Wolf (Michael Stanko), 2:1, 3:1 Jakob Legat (Stefan Julinek)

Rimsting – Inzell 3:1
1:0 Stefan Julinek, 2:0 Ravi Sharma (Walter Kindermann), 2:1, 3:1 Jakob Legat (Stefan Julinek)

Halbfinale:

Rimsting – Wasserburg 3:1
1:0 Felix Wolf (Stefan Julinek), 1:1, 2:1 Jakob Legat, 3:1 Ravi Sharma (Walter Kindermann)

Finale:

Rimsting – Ruhpolding 4:0
1:0 Ravi Sharma (Walter Kindermann), 2:0 Ravi Sharma (Jakob Legat), 3:0 Felix Wolf (Marinus Kurz), 4:0 Marinus Kurz (Jan Rohrmanstorfer)