Bericht aus der Chiemgau-Zeitung vom 04.10.2011

Viele Bürger kamen zur kirchlichen Weihe und zum Tag der offenen Tür nach Westernach

Eine Investition in die Zukunft

Rimsting - In Anwesenheit sehr vieler Rimstinger Bürgern wurde gestern Mittag das neue Sportheim in Westernach eingeweiht und damit auch offiziell seiner Bestimmung übergeben. Das alte Gebäude war für die Fußballabteilung des TSV und den Rimstinger Tennisclub zu klein geworden. Beide Vereine beteiligten sich finanziell und mit großen Eigenleistungen am Neubau.

Bei sommerlichen Temperaturen wurde die Einweihungsfeier vor dem Sportheim durch einen Salut der Böllerschützen eingeleitet. In seinem Grußwort sagte Bürgermeister Josef Mayer, dass dank der gemeinsamen Anstrengung der Sportvereine TSV und RTC sowie mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde ein "stattliches" neues Sportheim gebaut habe werden können.

Besonders für die Jugend sei der Neubau eine sinnvolle Investition, so der Bürgermeister, der allen Sportlerinnen und Sportlern viel Erfolg bei ihren Aktivitäten und viel Freude im neuen Heim wünschte.

TSV-Vorstand Thomas Schuster würdigte besonders die ehrenamtlichen Helfer. Allein beim TSV seien mehr als 5000 Stunden von Mitgliedern geleistet worden, die beim Bau mit anpackten. Für besonders herausragende Hilfsdienste wurden Hans Gasbichler, Markus Steinberger, Hans Heinz und Stefan Hackenberg namentlich genannt. Schuster dankte auch den über 100 Spendern, die Beträge zwischen zehn und 10000 Euro gegeben hatten. Dank ihrer Hilfe und den ehrenamtlichen Helfern sei auch der Kostenrahmen von rund einer Million Euro aus heutiger Sicht nur unwesentlich überschritten worden, freute sich Schuster.

Der Chef der TSV-Fußballer, Markus Steinberger, nannte das Sportheim besonders für die über 100 Kinder und Jugendlichen der Abteilung eine "Schau".

RTC-Vorsitzender Stefan Julinek nannte das Sportheim ein "tolles, zukunftsweisendes Bauwerk". Er freute sich besonders, dass es einen "bürgernahen" Landrat gegeben habe, der es sich nicht hatte nehmen lassen, die Baugenehmigung für ein Gebäude im Landschaftsschutzgebiet persönlich zu unterschreiben. Dass die Lebewesen im Mündungsgebiet der Prien in den Chiemsee das Gebäude nach seiner Überzeugung bereits angenommen haben, machte Julinek an der Tatsache fest, dass er persönlich schon Fledermäuse am Neubau gesichtet habe.

Nach einem Grußwort von stellvertretender Landrätin Marianne Loferer durchschnitten die beiden Vorstände mit den Ehrengästen symbolisch das rote Band zur Eröffnung.

Monsignore Bruno Fink und der evangelische Pfarrer Johannes Keller segneten nach einer ökumenischen Zeremonie das neue Sportheim und die zwei Kreuze für die beiden Aufenthaltsräume.

Anschließend konnte das neue Sportheim besichtigt werden. Am Nachmittag lief ein interessantes sportliches Programm mit Tennis-Schaukämpfen und Fußballspielen (wir berichten darüber noch gesondert). Ab dem Spätnachmittag spielten im gut besuchten Festzelt drei Livebands. Der Erlös des Festes kommt dem Bau und der Nachwuchsarbeit zugute. th